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12. September 2016

Stopfer stopft Lücke in Tübingen

Telekom Basketball Redaktion

Von Telekom Basketball Redaktion

Bekannt gemacht hat ihn diese eine Szene Mitte Dezember 2015. Garlon Green stopft nach einem vergebenen Freiwurf den Ball in den eigenen Korb. Dabei hat er deutlich mehr Zähler für das eigene Team erzielt. Mit 13,4 Punkten war Green einer der Leistungsträger im Team der Tübinger. Seine spektakulären Dunks waren regelmäßige Highlights. Beim Allstar-Day gewann Green souverän die Slam-Dunk-Trophäe. Nach der Verletzung von Stanton Kidd reagierte der Club und holte den Amerikaner zurück in den Kader.

Garlon Green ersetzt für zunächst drei Monate den jüngst an der Schulter operierten Landsmann Stanton Kidd, der bereits am Freitagabend aus der Steinbach Klinik in Mössingen entlassen werden konnte.

Wintermantel: "Green kann uns Punkte und Dynamik auf dem Feld geben."

ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel ist erleichtert, dass zwei Wochen vor dem Saisonauftakt bei den Eisbären Bremerhaven ein passender Spieler für Kidd gefunden werden konnte. "Wir wissen, was wir mit Green bekommen. Er wird keine Anpassungsschwierigkeiten haben, diese Personalie ist keine Wundertüte in einer nicht gerade einfachen Situation für uns. Es ist auch eine Entscheidung mit viel Sicherheit - Green kann uns Punkte und Dynamik auf dem Feld geben", so der 45-Jährige, der nun hofft, dass die Personalplanungen endgültig beendet sind. Die Verpflichtung ist auch dahingehend interessant, dass der Gewinner des Dunking-Contests im Rahmen des BBL ALLSTAR DAYS im Januar 2016 in Bamberg bereits auch zur vergangenen Spielzeit die letzte Verpflichtung der Tübinger war. Dazu war Green bis zu seiner Vertragsunterschrift am Wochenende der einzige Akteur aus dem Kader der Saison 2015/2016, welcher noch keinen neuen Verein gefunden hat. Nun die Rückkehr nach Tübingen. Auch Trainer McCoy ist zufrieden und äußert sich ähnlich wie Wintermantel: "Green kann zwei Positionen spielen, kennt die Trainer, das Umfeld, die Liga und wird umgehend ein Bereicherung für uns sein."

Green trägt die Nummer 2 als Verbindung zu seinem Sohn

Das Warten auf ein neues Engagement hat für Green nun ein Ende. "Ich freue mich nach Tübingen zurückzukehren und will schnellstens die neuen Teamkameraden kennen lernen. Wir wollen Spiele gewinnen, dafür will ich meinen Teil dazu beitragen", so Green, der nach der Nummer 24 im Vorjahr nun die Nummer 2 auf dem Spielshirt tragen wird. "Die Nummer 2 deshalb, weil mein Sohn zwei Jahre alt ist", begründet Green sein Wahl. 

Nach vier Jahren an der Texas Christian University (NCAA 1/ Big 12-Conference; 9,5 ppg, 3,5 rpg in seinem Abschlussjahr) zog es den 25-Jährigen vor drei Jahren zu seiner ersten Profistation nach Down Under, genauer gesagt in die australische Hauptstadt zu den Canberra Gunners. 23,6 Zähler und 7,3 Rebounds standen für den Vater eines Sohnes in 25 Partien am Saisonende zu Buche. Anschließend ging es weiter nach Japan zu den Kumamoto Vorters. Zwar gewann der letztjährige Arbeitgeber des US-Amerikaners nur sechs seiner 54 Spiele, doch Green hängte sich stets mächtig rein und kam auf 18,0 Punkte und pflückte 6,9 Rebounds. 

Wer die legendäre Szene aus dem Dezember noch mal sehen möchte:

3163 | Garlon Green mit dem Putback-Dunk in den eigenen Korb

Quelle: Pressemitteilung WALTER Tigers Tübingen