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Courtside Live

07. Januar 2017

75:65 in Ludwigsburg: Die Bayern grenzen sich ab

Von Christopher Meltzer
@Meltzinho

Den direkten Vergleich mit Bamberg und Ulm haben die Bayern verloren, ansonsten aber sind ihre Ergebnisse erstaunlich konstant. Von den übrigen Verfolgern haben sie sich abgegrenzt. Die Qualität des Münchner Kaders ist einfach zu groß. Alles Wichtige zum Spiel in der Übersicht.


MHP RIESEN LUDWIGSBURG (8-9) VS FC BAYERN MÜNCHEN (14-3)65:75 (33:43)
Top-Scorer: Johannes Thiemann (13) – Danilo Barthel (18)
Top-Rebounder: Jack Cooley (5) – Vladimir Lucic (7)
Top-Assistgeber: Tekele Cotton (4) – Lucic (4)


Etwa 30 Minuten durfte Ludwigsburg mitspielen mit dem FC Bayern, wenn es draufankommt, hat München aber einen Extragang zur Verfügung. Das unterscheidet die Bayern von ihren Verfolgern (siehe auch "Das haben wir gelernt").

In München unterlag John Patricks Mannschaft noch mit 65:94. So gesehen ist die Zehn-Punkte-Niederlage eine Steigerung. Doch die Bayern waren anfällig. Um sich das erste Viertel zu ergattern, benötigten sie diesen Kunstwurf Bryce Taylors.

Die Münchner machten viele Fehler, gleich 19 Turnover leisteten sie sich. Und trotzdem hielten sie Ludwigsburg stets auf Abstand, ohne dabei wirklich verkrampft zu wirken. Dass den Bayern selbst ein unterdurchschnittliches Spiel genügte, um einen Playoffanwärter auswärts in Schach zu halten, sagt viel über die Machtverhältnisse in der Basketball-Bundesliga aus.

7255 MHP RIESEN Ludwigsburg - FC Bayern München


Die Qualitätsabstände vergrößern sich. Das ist in dieser Saison besonders zu beobachten. Bamberg und Bayern haben ihre Etats vor der Saison nochmal erhöht, finanziell sie sind dem Rest der Liga enteillt. Die Ausnahme ist Ulm. Der Vizemeister hat seinen Kader clever zusammengestellt, die US-Imports überperformen. Ulm hat noch kein BBL-Spiel verloren – auch nicht gegen Bamberg und Bayern.

Wenn Bamberg oder München ansonsten verlieren, ist das schon eine Sensation. Den Bayern ist das in Bonn passiert, Bamberg noch gar nicht. In der letzten Saison hatten sich die Münchner hin und wieder überrumpeln lassen, heuer gewinnen sie selbst ihre schlechten Spiele meist deutlich. Manche Gegner halten lange mit, man hat jeodch selten das Gefühl, dass sie die Bayern wirklich bezwingen können.

Für die Playoffs ist das keine gute Nachricht. Bamberg, Bayern und Ulm scheinen sich nur gegenseitig schlagen zu können. Selbst dem ehrgeizigen Tabellenvierten Bayreuth, der sich unter der Woche nochmal mit David Gonzalvez verstärkt hat, fehlen wohl die Waffen. Für Bonn, Berlin und Ludwigsburg gilt das sowieso.