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Euroleague-Donnerstag

15. Dezember 2016

Bamberg schlägt Istanbul: Der talentierte Monsieur Causeur

Von Sebastian Ulrich

Die Franken besiegen den türkischen Tabellenführer Anadolu Efes Istanbul ohne je richtig unter Druck zu geraten. Causeur überragt. Alles wichtige zur zwölften Euroleague Partie der Bamberger.


BROSE BAMBERG (4-8) VS ANADOLU EFES ISTANBUL (6-6) - 91:83 (48:41)
Top-Scorer: Fabien Causeur (28) - Jayson Granger (23)
Top-Rebounder: Nicolo Melli, Darius Miller (beide 7) - Derrick Brown (11)
Top-Assistgeber: Nikos Zisis (6) - Derrick Brown (5)


Bamberg gewinnt back to back in der Euroleague. Und ist damit auch wieder sowas von back in Business. Gegen das europäische Spitzenteam von Anadolu kamen die Jungs von Andrea Trinchieri nie wirklich in Bedrängnis, spielten sich zur Halbzeit auf lockerste Art und Weise einen 7-Punkte-Vorsprung heraus, den die türkischen Gäste nie wirklich aufholen konnten. Vor allem in der Schlussphase, die den Franken in dieser Euroleague-Saison immer wieder Sorgen gemacht hatte, blieben die Bamberger cool. Mit einer Bilanz von 4-8 ist Bamberg jetzt Tabellendreizehnter und damit nur zwei Siege von den Playoffs entfernt.


Es lohnt sich tatsächlich, dem Trainer in der Kabine vor dem Spiel zuzuhören. Wer hätte das gedacht. Andrea Trinchieri sicher, aber der zählt als Coach ja nicht wirklich bei dieser Meinungsumfrage. „Box them out!“ lautete die einfache, aber klare Ansage vor der Partie angesichts des starken Offensivreboundings von Istanbul. Im Schnitt hatte Anadolu vor dieser Partie rund 15 Boards pro Spiel unter dem gegnerischen Korb abgeräumt, ein Wert, der eine gegnerische Mannschaft killen kann. Heute: Nur sechs Offensivrebounds für Istanbul. Zugehört, umgesetzt, gewonnen. So lernt man das auf der Trainerschule.


Fabien Causeur. Welcome back. Was für eine Partie vom französischen Point Guard. 28 Punkte bei 11/14 aus dem Feld, zwei freaky And-One-Situationen zum Ende des ersten Durchgangs, eine Zeit, die sich am Ende als entscheidend für den Ausgang dieser Partie herausstellen sollte. Der Bamberger Neuzugang zeigt was für ein Gamechanger für Brose sein kann. Wäre auch was für unsere Kategorie „Bitte mehr davon“.


Ganz ehrlich: Wenn Bamberg dieses Spiel per Buzzerbeater verloren hätte, hätte diese Kategorie es nicht in diesen Artikel geschafft. Aber so kann das fränkische Nervenkostüm diesen kleinen Schwank noch ertragen. Auch wenn Daniel Theis diese Szene gegen Tyler Honeycutt heute Nacht vor dem Einschlafen mit Sicherheit noch etwas beschäftigen dürfte:

Und weil wir bei Telekom Basketball natürlich zu allererst an Service denken, an alle Istanbul-Fans da draußen: Kopf hoch. Und keine Sorge: Die Poster sind schon im Druck. (Sorry Bamberg).