easyCredit BBL Turkish Airlines EuroCup NBA

Euroleague

22. Dezember 2016

Bamberg schlägt Piräus: We wish you a Melli Christmas

Von Sebastian Ulrich

Der Italiener verschenkt das Highlight des Spiels. Causeur heilt eindrucksvoll. Miller überragt im letzten Viertel. Piräus ist geistig schon beim Festessen. Das Wichtigste zum vierzehnten Euroleague-Spiel der Bamberger im Überblick.


BROSE BAMBERG VS OLYMPIACOS PIRÄUS 82:68 (48:30)
Top-Scorer: Darius Miller (20) - Vassilis Spanoulis (15)
Top-Rebounder: Nicolo Melli (9) - Kostas Papanikolaou (8)
Top-Assistgeber: Janis Strelnieks (7) - Vassilis Spanoulis (4)


Gala-Vorstellung der Bamberger in der ersten Halbzeit. Bereits nach vier Minuten stand es 11-0 für Freak City, Piräus mit merkwürdigen Fehlern in der Defensive und vorne mit Turnover nach Turnover nach Turnover – Nach 3:30 hatten die Griechen bereits drei davon – Ein absoluter Horrorwert. Im zweiten Viertel lief es dann fast noch schlechter für die Hellenen. Das Ergebnis: 48:30 nach 20 Minuten, das hatte in dieser Deutlichkeit wahrscheinlich nicht mal Andrea Trinchieri erahnt. Mitte das dritten Viertels dann die erste Herausforderung für die Franken – Die Griechen auf einem kleinen Run, kämpften sich auf 9 Punkte heran. Doch dann hieß es: „STOP! Miller Time!“. Darius Miller, zuvor sehr ruhig, versetzte mit seinen Dreiern Piräus den finalen Schlag. Am Ende ist es ein Blow-Out.


Die Wurfquote. Erstes Viertel: Bamberg innerhalb des Zwei-Punkte-Bereichs mit 71 Prozent Trefferquote, Piräus mit 17. Nach dem zweiten Durchgang lagen die Bamberger sogar bei einer Traumquote von 79. Das ständige Switchen der Bamberger in der Defensive zwang Piräus dazu, ständig bedrängte Würfe zu nehmen – Ein Defensivkonzept das auf der Gegenseite überhaupt nicht funktionierte. Olympiacos spielte mit Manndeckung und kam mit den dann doch recht langsamen Beinen der Veteranen nicht hinterher. Merkwürdiger Abend für die eigentlich beste Defense der Euroleague.


Fabien Causeur. Und wie. Gegen Real Madrid am Dienstag hatte der Point Guard noch krank gefehlt, spätestens nach dieser Partie weiß man in Freak City wieder was das genau bedeutet. Causeur bereits zur Halbzeit 17 Punkte, 7/9 aus dem Feld, der 29-Jährige IST die Bamberger Offensive. Auch wenn er in der zweiten Halbzeit ein wenig untertauchte: So oft wie der Franzose in den letzten Wochen Spiele für Brose entschieden hat, muss man befürchten, dass Bamberger Gegner bald eine „Anti-Causeur-Regel“ verlangen werden.


Wir bräuchten bei Telekom Basketball so langsam mal eine Kategorie „Top 10 – Nominierung der Woche“. Frank Buschmann am Mikrofon wollte sich die Worte „Das Ding gehört in die Top 10“ noch verkneifen, wissend, dass die Forderung nach dem Highlight Reel mittlerweile zu einer ähnlich festen Institution während Übertragungen geworden ist, wie Fußballer, die nach einer Blutgrätsche die Unschuldshände nach oben reißen. Aber in diesem Fall hat Buschi Recht. Der Block von Nicolo Melli gegen Khem Birch war absolute Sahne. Die Top Ten Nominierung kann der recht einfache Redakteur, der diese Zeilen schreibt, nicht versprechen. Aber zumindest schon mal hier das Motiv für das nächste Poster im Hause Buschmann: