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BBL-Mittwoch

15. Februar 2017

Berlin vergeigt die Pokalprobe

Telekom Basketball Redaktion

Von Telekom Basketball Redaktion

Am Wochenende steigt in Berlin das Top Four des deutschen Pokals – drei Tage vorher hat sich Alba Berlin an selber Stelle gegen Jena eine bittere Niederlage eingehandelt. Die Form der Berliner macht Sorgen. Bamberg besiegt derweil Ludwigsburg – am Samstag folgt das zweite Duell. Alles Wichtige zu den Nachholspielen der BBL in der Übersicht.


ALBA BERLIN (14-8) VS SCIENCE CITY JENA (9-12)73:74 (44:26)
Top-Scorer: Ismet Akpinar (15) – Marcos Knight (16)
Top-Rebounder: Tony Gaffney (7) – Knight (7)
Top-Assistgeber: Gaffney (5) – Julius Jenkins (4)

BROSE BAMBERG (20-1) VS MHP RIESEN LUDWIGSBURG (9-11)84:75 (41:32)
Top-Scorer: Fabien Causeur, Aleksej Nikolic (beide 17) – Drew Crawford (25)
Top-Rebounder: Vladimir Veremeenko, Causeur (beide 5) – Johannes Thiemann (10)
Top-Assistgeber: Causeur (6) – Crawford (4)


Als Alba Berlin zu Saisonstart hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, da waren die Erklärungen schnell parat: Ein neuer Trainer, eine neue Mannschaft – das bedürfte nun mal seiner Zeit. Inzwischen steckt Alba wieder in einem Tief. Aber jetzt, wo die Playoffs immer näherrücken, gehen den Berlinern die guten Erklärungen aus. Schon die 56:80-Pleite gegen den FC Bayern am vergangenen Sonntag war ernüchternd – und verfestigte die These: Eine Spitzenmannschaft ist Berlin in dieser Saison nicht.

Das BBL-Nachholspiel am Mittwochabend befeuerte sie nur noch: Trotz einer 44:26-Halbzeitführung unterlag Berlin Science City Jena, einem Aufsteiger. Nun ist Jena kein gewöhnlicher Aufsteiger. Julius Jenkins und Immanuel McElroy dominierten mit Alba die frühen 2000er. Inzwischen helfen sie beim Bundesligaprojekt in Jena mit – und wischten ihrem alten Klub einen aus. Die Hauptstädter sorgen sich vor dem Pokal-Halbfinale, das am Samstag in Berlin steigt, um ihre Form. Eigentlich streben sie in der eigenen Halle die Titelverteidigung an. Doch der Aufgabe am Samstag scheint Alba gerade nicht gewachsen. Der Gegner ist: der FC Bayern München.

8076 ALBA BERLIN - Science City Jena

Im zweiten Halbfinale am Samstag duellieren sich Bamberg und Ludwigsburg – es war eine List des Spielplans, das sie sich schon am Mittwochabend begegneten. Mehr als ein Schaulaufen kam dabei jedoch nicht heraus. Bambergs Trainer Andrea Trinchieri gönnte seiner zweiten Reihe viele Minuten. Spielmacher Aleksej Nikolic nutzte diese ganz besonders aus. Er durfte Niko Zisis vertreten, der seinen Vertrag gerade für zwei Jahre verlängert hat. Im zweiten Viertel deutete der Meister kurz an, was Ludwigsburg droht, wenn er ernst macht: Nur acht Zähler ließen die Bamberger zu – die Vorentscheidung. Am Samstag will es John Patricks Mannschaft dem Meister schwerer machen. Doch auch hier gilt: Wirklich gewachsen scheinen sie ihrem Kontrahenten nicht.