easyCredit BBL Turkish Airlines EuroCup NBA

Starting 5 der Woche

18. April 2016 - Telekom Basketball Redaktion

Das perfekte Team: Die Starting 5 des 30. Spieltags

Von Alexander Dechant

Mitte April in der Beko BBL: Es riecht schon verdammt nach Playoffs - und das merkt man auch bei den individuellen Leistungen der Spieler. 30 Punkte und mehr werden da gerne und regelmäßig eingeschenkt. Wenn dann noch so ein semi-historisches Spiel wie das der Oldenburger gegen den Champ dazukommt, das den 20-Spiele-Lauf der Bamberger stoppt und garniert ist von der 31-Punkte-Performance des Brian Qvale, dann steht endgültig fest: Playoff-Basketball, ich kann dich nicht nur riechen, ich spüre dich! Ausgezeichnet!

4224 | Spieltag 30 - Die Starting 5.

Point Guard: Derek Needham (1) - Basketball Löwen Braunschweig

Die erste Nominierung für den Braunschweiger Strippenzieher beim 90:81 gegen Göttingen. Die Entscheidung fiel aber nicht schwer: 33 Punkte, 61% aus dem Feld, vier Assists, zwei Steals bei einem Effektivitätswert von 30. 


Shooting Guard: Brandon Jefferson (2) - Phoenix Hagen

Kurz dachte man, die Hagener befänden sich nach dem Abzug von sechs Punkten mitten im Abstiegskampf. Dachte man. Dann wurde der MBC und jetzt Tübingen besiegt, und man steht mit 20 Punkten im ziemlich abgesicherten Mittelfeld der Tabelle. Auch wegen Brandon Jefferson, der beim 89:87-Zittersieg in Tübingen 35 Punkte auflegt, dabei 9/14 Dreiern trifft und in über 35 Minuten ohne Ballverlust bleibt. 


Small Forward: Bryce Taylor (4) - FC Bayern München


Der Bryce ist heiß! Verzeihung für dieses etwas überstrapazierte Wortspiel, aber:

Auch im vermeintlichen Topspiel gegen Ludwigsburg, das ein 100:71-Blowout der Bayern wurde, war Taylor nicht zu stoppen. Und zwar sprichwörtlich von der ersten Sekunde an: Die ersten acht Punkte gingen bei einer perfekten Trefferquote auf sein Konto, am Ende waren es gesamt 23 bei 75% FG in nicht mal 25 Minuten. Das ist vereinfacht formuliert MVP-Form.


Power Forward: Da’Sean Butler (1) - ratiopharm ulm


Es war eine aufregende Woche für Da’Sean Butler.  

So aufregend, dass Butler sich eventuell ein Beispiel am ganz jungen Loddar nahm, der ja auch das eine oder andere Spiel im Alleingang entschieden hat. Denn nichts anderes tat Butler dann am Wochenende: Wer 17 Punkte allein im zweiten Viertel scort (22 nach der ersten Halbzeit), der hat’s schon halb zur Nominierung gebracht. Wenn sein Team dann auch noch gewinnt (87:71 gegen Gießen) und am Ende 27 Punkte bei 69% Trefferquote auf dem Scoresheet stehen, dann kann man nur sagen: Willkommen in der Starting 5, Da’Sean Butler! Oder, frei nach Lothar Matthäus: „He was here!“
 

Center: Brian Qvale (5) - EWE Baskets Oldenburg


Brian Qvale gehört angeblich zu einer aussterbenden Rasse: 210cm. 115 Kilogramm. Eben der klassische mit-dem-Rücken-zum-Korb-Center. Wenn das aber einer so gut macht, wie der Wühlbüffel von den EWE Baskets, dann bitte mehr von solchen Zeitreisen: 31 Punkte, 80% (!!!) aus dem Feld bei 7/10 Freiwürfen. Achja, der Gegner war nicht zwingend Fallobst - 102:97 gegen den deutschen Meister aus Bamberg. Die hatten bis zu diesem Spiel 20 Siege in Folge. Oldenburg steht jetzt bei einer Serie von zwölf Siegen en suite. Auch und wegen Brian Qvale.