easyCredit BBL Turkish Airlines EuroCup NBA

Starting 5 der Woche

03. Mai 2016 - Telekom Basketball Redaktion

Das perfekte Team: Die Starting Five der Saison

Michael Körner

Von Michael Körner
@MichaKoerner

Die besten Spieler auf ihrer Position. Die Auswahl zur "Starting Five" der regulären Saison ist nicht mal eben so im Vorbeigehen erledigt. Spieler, die richtig gut aufgespielt haben, wurden nicht berücksichtigt. Wie schafft man ein ausgewogenes Maß? Kann man den Saisonverlauf in der Liste der nominierten Spieler nachvollziehen? In jedem Fall hat es enormen Spaß gemacht, Woche für Woche den Spieltag und die Leistungen der besten Spieler zu reflektieren. Mögen uns die Spieler der "Starting Five der Saison" auch in den Playoffs Freude bereiten.

Point Guard: Brad Wanamaker (Brose Baskets)
Da geht's doch schon los mit den ersten Beschwerden. Wie kann das sein, wenn doch Per Günther, David Bell oder Jordan Theodore häufiger in der „Starting Five“ standen als Wanamaker?
Das ist korrekt. Wanamaker wurde von uns drei Mal nominiert, andere Point Guards fünf Mal. Und es ist bei weitem keine einfache Entscheidung. Im Bamberger Spiel ist es selten der Fall, dass ein einzelner Spieler aufgrund seiner individuellen Leistung herausragt. Daher wurden vom Spitzenteam der Liga gar nicht so häufig Spieler für die „Starting Five“ nominiert. Ihr Teambasketball sorgte oft dafür, dass die Offensivlast auf mehrere Schultern verteilt wurde. Doch Wanamakers Präsenz auf der Spielmacher-Position ist einfach unübertroffen. „Der kräftigste Spieler der Liga“ (Andrea Trinchieri) ist zudem der beste Verteidiger unter den Kandidaten. Der MVP-Favorit ist unsere Wahl für den Point Guard.

Shooting Guard: Bryce Taylor (FC Bayern München)
Der offensivstarke Defensivspezialist. Der Klebstoff der Bayern.
Wenn die Münchener ohne Taylor gegen schnelle, athletische Mannschaften spielen mussten, dann hatten sie immer wieder ihre Probleme. Wenn Taylor Schnupfen hat, bekommt der FC Bayern Grippe. Von keinem Spieler sind sie so abhängig wie von diesem Vorzeige-Allrounder. Offensiv hat er schnell die Lücke geschlossen, die der Abgang von KC Rivers hinterlassen hat. Die unterschiedlichen Leistungen der Bayern gegen Ulm (mit und ohne Taylor), brachten Per Günther auf eine Idee:

Small Forward: Rickey Paulding (EWE Baskets Oldenburg)
Die starke zweite Saisonhälfte seiner Mannschaft hat den Veteranen nochmals beflügelt. Oder war es umgekehrt? Es ist ja längst verbrieft, dass in Oldenburg ohne Paulding alles irgendwie anders gelaufen wäre. Und der leidenschaftliche Grünkohl-Esser Paulding kann sich scheinbar kein besseres Umfeld wünschen als die norddeutsche Basketball-Hochburg. In den letzten Spielen war Paulding ein Muster an Beständigkeit. Nach dem zweiten Platz zum Ende der regulären Saison gieren die Fans jetzt nach den Playoffs. Und nächstes Jahr ist der Vorzeigeathlet wieder mit dabei. Der ohne Vater aufgewachsene Paulding will seiner Familie auf Dauer ein Zuhause bieten.

Power Forward: Daniel Theis (Brose Baskets)
Die beiden Top-Anwärter auf diese Position spielen im gleichen Team. Nicolo Melli und Daniel Theis. Ausschlaggebend für Theis ist die stetige Entwicklung über die Saison und eine richtig gute Spätform. Zu Saisonbeginn hat ihn sein italienischer Kollege im Training noch „mit Zigarre in der Hand und einem Arm“ (Trinchieri) vorgeführt. Mittlerweile ist Theis für Melli zu einem „Albtraum“ (Trinchieri) im alltäglichen Trainingsduell geworden. Seine fantastischen Qualitäten in der Defense machen ihn zu einem Anwärter auf den Titel des besten Verteidigers der Liga. Er blockt Würfe, er verändert Würfe, seine Präsenz in der Zone ist Gold wert. In der Offensive ist er Dank seiner Schnelligkeit und Athletik schwer zu verteidigen. Hoffentlich wird er seine nächsten Schritte weiterhin in Bamberg tätigen.

Center: Joe Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS)
Moment, Moment. War hier nicht neulich erst zu lesen, Brian Qvale sei der beste Center der Liga? Das stimmt, stand hier geschrieben. Nach langen Diskussionen fällt dann doch der Beschluss, die Jahres-Nominierung an Joe Voigtmann zu geben. Ein Frankfurter im Auswahlteam des Jahres rundet die ganze Geschichte ab. Voigtmann hat dazu vielleicht noch die etwas modernere Spielanlage im Vergleich zum eher klassischen Centertypen aus Oldenburg. Eine 50:50-Entscheidung bei der die Stichwörter „Entwicklung“ und „Nationalmannschaft“, sein sympathischer Auftritt beim Telekom Basketball Podcast plus der Tatsache, dass irgendwie auch die Frankfurter mit abgebildet werden sollten, lassen am Ende das Pendel minimal zu Gunsten des Skyliner-Centers ausschlagen.