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NBA Live

10. Dezember 2016

Die Superstars aus Golden State laden zur Nightwatch!

Seb Dumitru

Von Seb Dumitru
@nbachefkoch

Die „NBA Sundays“ sind in diesem Jahr festes Programm der besten Basketball-Liga der Welt. Global sollen Fans an jedem Wochenende auf ihre Kosten kommen, am bunten NBA-Buffet und zur besten Sendezeit. Telekom Basketball überträgt wieder live (ab Montag, 01:00 Uhr).

Minnesota Timberwolves vs. Golden State Warriors (Live ab Montag, 01:00 Uhr)

Dominante Dubs

Die beste Bilanz der NBA, das beste Net-Rating, die beste Punktedifferenz, und jetzt bereits 109 konsekutive reguläre Saisonsiege ohne back-to-back Niederlagen: die Frage nach dem besten und unterhaltsamsten Team der NBA ist schnell beantwortet. 16 Erfolge aus den vergangenen 17 Partien, als erster Klub ligaweit bei 20 Siegen angelangt... Golden State gewinnt nicht nur, sondern bläst seine Gegner Abend für Abend vom Parkett. Kevin Durant und Stephen Curry zählen zu den zehn besten Scorern der Liga. Durant ist obendrein zehntbester Shotblocker und drittbester Nicht-Big an den Brettern. Curry und Klay Thompson treffen beide mehr als drei Dreier pro Abend (Rang eins und fünf). Draymond Green ist führender Kandidat für den Verteidigungsspieler des Jahres. Cruise Control also bei den Dubs, die zu viel Spaß haben, um die reguläre Saison zur Langweilernummer verkommen zu lassen. 

Flammenwerfer

60 Punkte in unter 30 Minuten – Klay Thompsons Wurfperformance beim 142:106-Sieg am Montag gegen Indiana war der Stoff, aus dem Legenden gemacht sind. Der Flügel hat schon mehrfach solche Abende erlebt, an denen sich sein Shooting verselbständigt und er die Netze abfackelt – wie bei seinem 37-Punkte-Viertel vor knapp zwei Jahren. Wer weiss, was möglich gewesen wäre, wenn ihn Coach Kerr gegen die Pacers im Schlussviertel gebracht oder Thompson sogar durchgespielt hätte. Kobe Bryants 81 Punkte – die zweithöchste Punkteausbeute aller Zeiten in einem NBA-Spiel, hinter Wilt Chamberlains All-Time-Bestmarke von 100 – sie wären zumindest ernsthaft in Gefahr gewesen.

Viel Rauch um Nichts

Der Hype vor Saisonstart war gigantisch. Das interessanteste junge Team der NBA wollte mit dem erfahrenen Tom Thibodeau als neuem Head Coach durchstarten und Die längste aktive Playoff-Dürre beenden. Mit den beiden letzten Rookies des Jahres, Karl-Anthony Towns und Andrew Wiggins, plus einer jungen Talentbasis, hatte Thibodeau eigentlich genug Rohmaterial zur Verfügung. Nach sechs Wochen sind die Wolves genau dort, wo sie eigentlich immer stehen: im Tabellenkeller. Ja, der Coach ist neu, das System ist neu, die Youngster sind unerfahren und hatten Pech in der Crunchtime. Die Arbeitsverweigerung nach der Pause (Minnesota lässt sich im dritten Viertel immer vorführen), die horrende Team-Verteidigung (eigentlich als Stärke dieser Truppe prognostiziert) und der brutale Spielplan dieser Tage und Wochen – all das verheißt nichts Gutes für die Aussichten des Teams aus den „Twin Cities“. Angesichts von jetzt schon sechs Partien Rückstand auf Rang acht könnten KAT & co. bereits im Januar ihre Playoff-Träume Goodbye küssen. Wenigstens unterhaltsam bleiben die Timberwolves aber weiterhin.

Los Angeles Lakers vs. New York Knicks (Live ab Montag, 03:30 Uhr)

Zurück zur Erde

Verletzungen der Protagonisten D’Angelo Russell, Julius Randle, Larry Nance Jr. und Nick Young haben die Siegesfrequenz in Tinseltown empfindlich gedrosselt. Den Spaßfaktor nicht unbedingt. Ob ulkige Buzzerbeater von Nick Young oder 40-Punkte-Galen von Lou Williams… Luke Waltons junge Truppe übertrifft weiterhin die Erwartungen, ist dem Ertrag der Vorsaison mehr als zwei volle Monate voraus. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis der zunächst so hoch fliegende Lakers-Komet sinken würde. Der 7-5 Start war schockierend und eine der besten Storylines der ersten Wochen. Seither hat Purpur-Gold zehn von 13 Partien verloren, zuletzt fünf in Folge. 

New York State of Mind

Eines der bilanzbesten Eastern Conference Teams zuletzt waren die New York Knicks. 13 Siege hat New York bereits auf dem Konto – das ist viel mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Nur Cleveland, Toronto und Charlotte haben im Osten mehr, Die 'Bockers streiten sich mit Boston, Detroit, Chicago, Milwaukee, Atlanta und Indiana um die fünf Plätze hinter dem Top-Trio. Die Bilanz von Jeff Hornaceks Truppe ist jedoch trügerisch. Punktedifferenz und Net-Rating malen ein anderes Bild, was ihre tatsächliche Leistungsstärke anbelangt. Bisher überzeugen vor allem Kristaps Porzingis, Carmelo Anthony und oft auch Derrick Rose, der aber immer wieder verletzt aussetzen muss. Fehlt Rose (Einsatz am Sonntag zumindest fraglich), mangelt es New York am nötigen Turbo auf dem Weg in die Zone. Das von Hornacek präferierte Spread Pick & Roll System funktioniert nur, wenn der Aufbauspieler Druck auf die Defensive macht und mit dem Drive Lücken reisst. Ohne dieses Element muss sich NY zu häufig auf Isolationen und Triangle-Elemente verlassen – und performt nicht besser als ein unterdurchschnittliches NBA-Team.