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NBA Aktuell

19. Dezember 2016

Gregg Popovichs emotionale Abschiedsrede für Tim Duncan

Von Sebastian Ulrich

Der Superstar der San Antonio Spurs, der im Sommer seine 19-jährige NBA-Karriere beendete, wurde vor dem gestrigen Spiel gegen die New Orleans Pelicans (hier im Re-Live) offiziell verabschiedet. Es blieben nicht alle Augen trocken.

Um das für die nicht ganz NBA-firmen Basketballfans in Kontext zu setzen: Was in der Nacht von Sonntag auf Montag im AT&T Center in San Antonio passierte, ist ungefähr so selten und außergewöhnlich, als würde ein Spieler den 100-Punkte-Rekord von Wilt Chamberlain knacken. Gregg Popovich, Coach und lebende Spurs-Legende ist normalerweise dafür bekannt, Reportern auf dumme Fragen noch dümmere Antworten zu geben, und seinen Spielern schon mal über den gesamten Court ein deutlich hörbares „Shut the f… up!“ zuzurufen.

6793 24 Seconds: Tim Duncan

Besonders bekannt ist Popovich bei NBA-Experten dafür, dass er nicht unterscheidet. Egal ob Superstar oder D-League-Spieler, jeder bekommt sein Fett weg. Das hat die Spurs erfolgreich gemacht. Unter seiner Regentschaft holten die Texaner fünf NBA-Championships, sind die letzte große Dynastie der Liga. Elementarer Bestandteil dieser Erfolgsgeschichte war Tim Duncan. „The Big Fundamental“ wurde 1997 an erster Stelle im Draft von den Spurs ausgewählt, war bei allen fünf Titeln Anker und Anführer, gewann dabei zweimal den Titel des MVPs.


Zwei große Männer, eine große Umarmung: Gregg Popovich (links) und Tim Duncan.

Man kann sich also ungefähr vorstellen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in der Arena allein durch die Tränen in den Augen der Spurs-Fans gewesen sein muss, als in der vergangenen Nacht Duncans Trikot mit der Nummer 21 unter die Hallendecke gehängt und damit unsterblich gemacht wurde. Emotionale Reden von Tony Parker und Manu Ginobili, beide langjährige Mitspieler. Alle waren bereit für den großen Gefühlsausbruch. Und dann kam Pop. Zehn Minuten mit Lachern, Aha-Momenten und dem großen, (fast) tränenreichen Finale. Aber das schaut man sich am besten selbst an:

„That man is the same person he was when he first walked through that door“. Die wahrscheinlich größte Liebeserklärung, die Gregg Popovich, ein Coach, dem es in seiner Franchise schon immer um zwischenmenschliche Chemie und einen guten Mix von Persönlichkeiten ging, abgeben kann. Mit Tim Duncan ging sein Franchise Player. Und auch wenn er mittlerweile in Kawhi Leonard einen Neuen hat, es wird schwer sein, nochmal ähnliche Emotionen in Pop zu entfachen.

Gregg Popovich über Tim Duncan

That man is the same person he was, when he first walked through that door.

DIE KARRIERE-TOP10 DES "BIG FUNDAMENTAL" IM VIDEO: