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Euroleague Final Four

18. Mai 2017

Heute Startschuss: Der große Showdown um Europas Krone

Von Fabian Wenninger

Heute Abend geht es los! 16 Teams haben sich im Herbst aufgemacht, den Basketball-Thron Europas zu besteigen. Vier davon sind im Mai übriggeblieben. ZSKA Moskau, Olympiakos Piräus, Fenerbahce Istanbul und Real Madrid zanken sich am Wochenende in Istanbul um die Krone der EuroLeague.

Telekom Basketball zeigt das komplette Final Four (19.05. – 21.05.) live und exklusiv.


Zum vierten Mal innerhalb der letzten sechs Jahre treffen diese Schwergewichte im Final Four aufeinander. Besonders in Erinnerung geblieben ist das dramatische Finale von 2012, in dem sich Olympiakos doch noch den Titel schnappte.

Damals wie heute werden die Griechen von Vassilis Spanoulis angeführt. Die lebende EuroLeague-Legende hat seine besten Zeiten zwar schon hinter sich, ist aber in den entscheidenden Momenten noch immer zur Stelle. So wurde er im entscheidenden fünften Playoff-Duell gegen Anadolu Efes Istanbul mit 22 Punkten zum Matchwinner.

Ihm zur Seite steht sein jahrelanger Buddy Georgios Printezis, der 2012 den Gamewinner traf und wie Spanoulis in der Crunchtime jederzeit heißlaufen kann.

Titelverteidiger ZSKA Moskau schickt gegen dieses Duo sein zweiköpfiges Guard-Monster in den Ring. EuroLeague-MVP Nando De Colo und Milos Teodosic dirigieren die beste Offensive (87,7 Punkte im Schnitt) in Europas Eliteklasse. Dazu verfügt Moskau mit dem ehemaligen Bamberger Kyle Hines wohl über den besten und vielseitigsten Verteidiger des Kontinents.

Weil die Russen zudem tiefer besetzt sind und sich auch die direkten Duelle der Hauptrunde geschnappt hat, ist ZSKA der Favorit auf das Endspiel.


Ob die Tribünen des Sinan Erdem Dome diesem Spiel standhalten? Denn die heißblütigen Fans von Fenerbahce Istanbul brennen nur so darauf, ihr Team gegen den neunfachen Champion Real Madrid ins Finale zu peitschen. Um die Chancen darauf ist es gar nicht mal so schlecht bestellt.

Die verhältnismäßig bescheidene Hauptrunde, die Fenerbahce auf Platz 5 abgeschlossen hatte, ist schon aus dem Köpfen der Spieler gestrichen. So richtig ins Rollen kam das Team von Coaching-Legende Zeljko Obradovic erst in den Playoffs. Der Sweep gegen Panathinaikos im Viertelfinale war der erste, der einem Team ohne Heimvorteil gelungen ist. Besonders Bogdan Bogdanovic, der im Sommer den Lockrufen aus der NBA folgen könnte, drückte dieser Serie seinen Stempel (19,3 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) auf.

Er wird von Ringbeschützer Epke Udoh und einem gefährlichen Backcourt aus Bobby Dixon und Kostas Sloukas flankiert.

Ob das reicht, um den Hauptrundensieger zu bezwingen? Real Madrid jedenfalls möchte seinen Fußball-Kollegen nacheifern und „La Decima“, den zehnten Titel perfekt machen. Gelingen soll das mit Vielseitigkeit: Zehn Spieler scoren mindestens fünf Punkte pro Spiel. Anführer und Strippenzieher dieses unberechenbaren Dezetts ist Sergio Llull (16,4 Punkte und 5,9 Assists). Mit dem erst 18-jährigen slowenischen Wunderkind Luka Doncic bildet er einen ähnlich spektakulären Backcourt wie Moskau.

Eine Prognose für dieses Duell ist schwer zu treffen. Weil bei Fenerbahce sicherlich noch die Final-Pleite aus dem Vorjahr in den Köpfen steckt und dazu die Halle im Rücken haben wird, könnte das den Ausschlag für ein Finale dahoam geben.