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Ulm - Ludwigsburg

19. Mai 2017

Ludwigsburg begründet Protest gegen Spielwertung

Telekom Basketball Redaktion

Von Telekom Basketball Redaktion

Man kann ja fast von LuBu-Gate 3.0  sprechen. Wie schon 2014 und 2016 wird gegen das Resultat eines Spiels mit Ludwigsburger Beteiligung Protest eingelegt. Hintergrund sind die technischen Fouls gegen Coach John Patrick und den damit einhergehenden Ausschluss.

Alle Informationen zu Spiel 5 zwischen Ulm und Ludwigsburg gibt es hier, ein Statement von Patrick zu den Geschehnissen nach dem Spiel hier

Die Begründung der MHP Riesen im Wortlaut:

"Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben am heutigen Freitag (19. Mai) den Protest gegen die Wertung des Playoff-Viertelfinals Spiel 5 begründet - fristgerecht nach §7 der Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung der easyCredit Basketball Bundesliga.

Grund für den Protest gegen die Spielwertung von Spiel 5 des Playoffviertelfinals zwischen ratiopharm ulm und den MHP RIESEN ist ein klarer Regelverstoß. Das Recht während eines Spiels Protest beim Kommissar einzulegen, welches in den Regularien explizit vorgesehen ist (siehe Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung der easyCredit Basketball Bundesliga), wurde dem Ludwigsburger Trainer John Patrick nicht nur verwehrt, sondern er wurde hierbei von den Schiedsrichtern mit einem technischen Foul und der damit verbundenen Disqualifikation bestraft. Dies ist ein nicht zulässiger Vorgang.

Was war passiert: nach einem ersten technischen Foul gegen Headcoach John Patrick, wurde dieser beim Versuch 9 Sekunden vor Ende des 2. Viertels Protest beim Kommissar Ulli Sledz einzureichen mit einem zweiten technischen Foul durch das Schiedsrichtergespann Benjamin Barth, Dr. Martin Matip und Dr. Christof Madinger disqualifiziert und so am Einreichen eines Protestes gehindert.Gegen diesen Vorgang legten die MHP RIESEN in Person von Mannschaftskapitän David McCray in der Halbzeitpause fristgerecht Protest ein.

Stellungnahme: es ist klar erkennbar gewesen, dass John Patrick nach dem ersten technischen Foul ausschließlich mit dem Kommissar kommunizieren wollte, um Protest anzumelden. Daraufhin entschieden die Schiedsrichter umgehend auf ein zweites technisches Foul, ohne hören zu können, worum es in der Kommunikation Kommissar-John Patrick geht und ohne sich darüber zu erkundigen.Die MHP RIESEN stellen an dieser Stelle ausdrücklich klar, dass der Vorgang der Schiedsrichter inakzeptabel ist, sich die jetzige Vorgehensweise indes in keiner Weise gegen die Mannschaft und Fans von ratiopharm ulm richtet.

Auszug aus der Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung der easyCredit Basketball Bundesliga (§ 8 Einlegung des Protests):  

  • Ein Protest aus dem Spielverlauf ist unverzüglich, jedoch spätestens in der ersten Auszeit nach dem Entstehen des Protestgrundes durch den jeweils auf dem Spielberichtsbogen eingetragenen Kapitän, Trainer oder Trainer-Assistenten beim Kommissar anzumelden. Wird in einer Spielperiode nach Entstehen des Protestes keine Auszeit mehr gegeben, so ist der Protest nach Ende der jeweiligen Spielperiode anzumelden. Nach dem Abzeichnen des Spielberichts durch den ersten (1.) Schiedsrichter ist ein Protest nicht mehr zulässig.
  • Der erste Schiedsrichter ist durch den Kommissar über das Einlegen und den Grund des Protests vor Spielfortsetzung zu informieren.
  • Angemeldete Proteste müssen vom Kommissar auf dem Spielbericht protokolliert werden. Dabei sind der Name der protestführenden Mannschaft, der Zeitpunkt der Protestanmeldung sowie der angegebene Protestgrund aufzuführen.
  • Bei Protesten aus dem Spielverlauf sind zusätzlich die Spielzeit und der Spielstand in das Protokoll aufzunehmen."