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Doping in Giessen?

21. Mai 2017

Marco Völler: "Kann mir nicht erklären, wie das passiert ist."

Telekom Basketball Redaktion

Von Telekom Basketball Redaktion

Wie die BILD-Zeitung in ihrer heutigen Sonntagsausgabe berichtet, sollen zwei Spieler der GIESSEN 46ers nach dem Spiel gegen Ludwigsburg am 11. Februar (77:83 Niederlage) von der NADA positiv getestet worden sein. Einer davon ist Marco Völler, Sohn von Rudi Völler, Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. 

Der Grund für das Ergebnis sollen "verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel in Getränke-Ampullen" sein. Ein vorsätzliches Vergehen soll nicht vorliegen - wohl auch deshalb haben sich beide Spieler laut BILD freiwillig einem Bluttest unterzogen, um zu beweisen, dass sie keinerlei leistungssteigernde Substanzen konsumiert haben.

Telekom Basketball konnte Marco Völler, der 2016/17 für die Gießen 46ers auf 3.1 Punkte und knapp 15 Minuten im Schitt kam, exklusiv im Urlaub auf Mallorca erreichen:

"Ich kann mir nicht erklären, wie es passiert ist. Mit weiteren Aussagen werde ich bis zu den Verhandlungen am 1. Juni abwarten."

Völler bezieht sich auf dieses Datum, weil die Anti-Doping Kommission des Deutschen Basketball Bundes für dieses Datum eine mündliche Verhandlung des Falles angesetzt hat. Eine erste Verhandlung zu diesem Thema wurde laut BILD bereits vertagt. Außerdem wird berichtet, dass Völler und der unbekannte zweite Gießener Spieler, nicht sofort gesperrt wurden, weil die Substanz, die bei den beiden festgestellt wurde, keine direkte Leistungssteigerung (wie z.B. Anabolika) zur Folge hätte. Und nachdem die Konsquenz in so einem Fall in erster Instanz eine Verhandlung ist, die auch mit einem Freispruch enden kann, wurde der Fall auch nicht sofort öffentlich gemacht. Völler weiter:

"Die Proben sind vom 11. Februar. Einige Wochen später habe ich erfahren, dass etwas Unerlaubtes in meinem Urin war. Bis zu den Verhandlungen versuche ich aufzuklären, worum es da geht. Und dann hoffe ich, dass es ein gutes Ende nimmt!" 

Heiko Schelberg, Geschäftsführer der Gießen 46ers: 
"Zwei unserer Spieler haben Post bekommen aus der hervorgeht, dass sie positiv getestet wurden. Nach persönlichen Gesprächen mit den Spielern, gehen wir sicher davon aus, dass die Spieler nicht bewusst gedopt haben und es sich hier um verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel handelt. Die Spieler sind für sich selbst verantwortlich, der Verein kann und wird beide Spieler bei der Aufklärung des Sachverhalts unterstützen. Bis zum Verhandlungstermin am 1. Juni können wir keine Informationen zu dieser Angelegenheit herausgeben. Alles Weitere in dieser Sache bitte über den DBB und die Anti-Doping-Kommission erfragen."

Die easyCredit BBL will das Verfahren der Anti-Doping-Kommission ebenfalls abwarten.

Um wen es sich beim "zweiten Gießener Spieler" handelt, ist bisher nicht bekannt.

Im Rahmen der Halbfinal-Live-Übertragung von Brose Bamberg gegen den FC Bayern München ab 14:45 wird es auch ein Statement von Ex-Gießen-Coach Denis Wucherer bei seinem  Experten-Debüt für Telekom Basketball geben.