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18. Mai 2017

Neuer Job für Wucherer: BBL-Coach ab sofort Experte für Telekom Basketball

Alexander Klich

Von Alexander Klich
@klichomat

Zwei Saisons in Folge ist Denis Wucherer mit den GIESSEN 46ers nur knapp an den Playoffs vorbeigeschrammt. Vor ein paar Wochen wurde bekanntgegeben, dass der 44-jährige Head Coach nach der Saison eine neue Herausforderung suchen wird. Die hat er jetzt vorerst bei Telekom Basketball gefunden. Wucherer wird das Team von Telekom Basketball als Experte unterstützen und direkt im ersten Halbfinale ins Geschehen eingreifen. 

Telekom Basketball: Denis, herzlich willkommen im Team. Ihre erste Station ist das Halbfinale Eins zwischen Bamberg und Bayern (Sonntag ab 14:45 Uhr live). Wie laufen die Vorbereitungen?

Denis Wucherer: Zum Glück ist Stefan Koch dabei, der weiß ja alles (lacht). Die Vorbereitungen laufen, ich werde mich ganz auf das Experten-Dasein konzentrieren. Ich freue mich drauf zu beobachten, was da auf dem Platz so passiert und bin sehr gespannt auf die Serie. Es ist herrlich so nah dran zu sein.

Ihre Erfahrungen am Mikrofon sind ja auch nicht zu verachten, gerade mit Stefan Koch haben Sie einige Zeit zusammengearbeitet.

Mit Stefan war ich bei Sport Digital zwei Jahre lang unterwegs. Da haben wir einige schöne Erlebnisse in der Euroleague und den großen Playoff-Spielen gehabt, da ist also Erfahrung vorhanden.

Das ist schon einige Jahre her, dazwischen liegen beachtliche viele Erfahrungen als Basketball-Coach. Werden wir Sie am Kommentatorenplatz auch ein bisschen coachen sehen?

(Lacht) Der Blickwinkel hat sich sicher verändert. Damals bin ich direkt nach der Spieler-Karriere hinters Mikro geschlüpft. Da hatte ich die Spielerbrille auf. Jetzt durch die Erfahrung bei den Bayern und bei Gießen habe ich mehr den Blick für die Trainer. Ich bin gespannt, was ich da entdecken kann. 

Denis Wucherer

Ich wusste, dass ich in der BBL in der neuen Saison eventuell keinen Job haben werde und vielleicht auch im August noch in Gießen sitze und meine Kids zur Schule bringe.

Nach Ihren zwei erfolgreichen Jahren in der BBL mit Gießen, haben Sie sich diesen Sommer gegen einen Verbleib entschieden. Wie ist der aktuelle Stand als freier Trainer auf dem Markt?

Die Gespräche laufen. In der BBL ist außer in Berlin aktuell keine Tür offen und die Leute wissen ja, wer auf dem Markt ist. Als ich mich im Frühjahr gegen Gießen entschieden habe, war das keine Entscheidung gegen Gießen und für einen anderen Club, sondern dort hat sich ein Kreis geschlossen. Ich wusste, dass ich in der BBL in der neuen Saison eventuell keinen Job haben werde und vielleicht auch im August noch in Gießen sitze und meine Kids zur Schule bringe. Deshalb bin ich da entspannt.

Es gäbe da natürlich auch noch die Option Ausland...

Prinzipiell musst du als Coach für alles offen sein. Ein Dirk Bauermann hat den Namen und das Renommee im Ausland zu arbeiten. Aber generell ist es für einen deutschen Coach nicht so leicht ins Ausland zu gehen, denn vergleichbare Ligen in Europa arbeiten nicht mit deutschen Coaches. In Italien arbeiten Italiener, in Spanien Spanier und Franzosen in Frankreich. Die deutsche Willkommens-Kultur gibt es dort nicht wirklich. Aber eine Erfahrung in Schweden oder Belgien zum Beispiel würde ich auch nicht ausschließen. Du kannst dich dort als Coach versuchen und weiterentwickeln, ich bin da für alles offen. Aber mit zwei Kindern wäre das ein großer Zufall, dass da alles passt. Da müssten die Rahmenbedingungen stimmen und es müsste eine internationale Schule geben. Aber wenn dort einer sagt, der Wucherer ist unser Mann, warum nicht?

Vielen Dank für das Gespräch, wir sehen uns am Sonntag.